Ein Abend mit GEESE | 16.03.2026
Wenn ich ehrlich bin, wusste ich lange nicht so richtig, was ich mit Geese anfangen soll. Diese Stimme – so ein bisschen wie Katzengejammer, irgendwo zwischen genial und anstrengend. Musik, bei der ich nie genau wusste: fühle ich das gerade wirklich oder nervt es mich eigentlich nur?
Aber: was mich auf Platte manchmal irritiert hat, funktioniert live auf einmal komplett. Dieses leicht Danebenliegende, dieses Unperfekte wird zu Ausdruck. Zu Haltung. Zu etwas, das nicht gefallen will, sondern einfach ist. Diese Mischung aus Post-Punk, Indie-Rock und Art-Rock klingt live wie ein kontrollierter Kontrollverlust und je länger das Set dauerte, desto mehr zog es mich in seinen Bann.
Ein Abend zwischen Irritation, Ekstase und Hype
Songs winden sich, lassen sich nicht festnageln, brechen kurz auseinander, nur um sich im nächsten Moment wieder neu zusammenzusetzen. Funny Moment als mich meine eigenen Gedanken überraschten: shit, das ist wirklich richtig gut.
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Und trotzdem war nicht alles perfekt, denn die die ganze Zeit schwang dann doch ein Wermutstropfen mit: Cameron Winter wirkte, als wüsste er ganz genau, wo Geese gerade stehen. Als wäre ihm sehr bewusst, dass diese Band aktuell zu den gehyptesten der Indie-Bubble gehört. Und genau das spürt man. Es gab kaum Interaktion mit dem Publikum, stattdessen lag etwas leicht Überhebliches in der Luft, so ein distanziertes „wir machen hier unser Ding“. Mich hat das doch mehr gestört, als ich erwartet hätte. Da wäre von Band Seite definitiv mehr drin gewesen.
Dafür umso spannender:
Die einzige Spur von „negativer“ Energie kam an diesem Abend eher von der Bühne als aus dem Publikum. Denn das ist zwar auffällig männerlastig, aber gleichzeitig überraschend entspannt – und äußerst textsicher. Anfangs hatte ich noch ein „okay, das könnte heute anstrengend werden“ im Kopf, aber dieser Gedanke verflog schnell. Die Energie war weich, fast zurückhaltend. Also zumindest bis zu dem Moment, in dem der erste Moshpit aufmachte haha Spätestens da war ich ziemlich froh über meinen Platz am Rand.
Und irgendwann stand ich einfach da und dachte mir: Okay, ich verstehe den Hype jetzt.
Nicht, weil es perfekt ist. Nicht, weil es mich sofort umarmt. Sondern gerade, weil es das nicht tut. Geese machen es einem nicht Leicht, aber genau dadurch bleibt es hängen. Es ist kein Konzert, bei dem du rausgehst und sagst: „war nett“. Es ist eher dieses Gefühl von: da ist gerade etwas passiert, das ich noch nicht ganz greifen kann, aber ich will mehr davon.
Ich glaube, genau das ist der Punkt:
Geese holen dich nicht sofort ab. Aber wenn sie dich doch bekommen, dann so richtig.
Support waren übrigens die fantastischen Westside Cowboy – absolute Band To Watch. Verpasst sie auf keinen Fall!
Copyright Fotos: Anke Schneider
Wenn ich ehrlich bin, wusste ich lange nicht so richtig, was ich mit Geese anfangen soll. Diese Stimme – so ein bisschen wie Katzengejammer, irgendwo zwischen genial und anstrengend. Musik, bei der ich nie genau wusste: fühle ich das gerade wirklich oder nervt es mich eigentlich nur?
Aber: was mich auf Platte manchmal irritiert hat, funktioniert live auf einmal komplett. Dieses leicht Danebenliegende, dieses Unperfekte wird zu Ausdruck. Zu Haltung. Zu etwas, das nicht gefallen will, sondern einfach ist. Diese Mischung aus Post-Punk, Indie-Rock und Art-Rock klingt live wie ein kontrollierter Kontrollverlust und je länger das Set dauerte, desto mehr zog es mich in seinen Bann.
Ein Abend zwischen Irritation, Ekstase und Hype
Songs winden sich, lassen sich nicht festnageln, brechen kurz auseinander, nur um sich im nächsten Moment wieder neu zusammenzusetzen. Funny Moment als mich meine eigenen Gedanken überraschten: shit, das ist wirklich richtig gut.
Und trotzdem war nicht alles perfekt, denn die die ganze Zeit schwang dann doch ein Wermutstropfen mit: Cameron Winter wirkte, als wüsste er ganz genau, wo Geese gerade stehen. Als wäre ihm sehr bewusst, dass diese Band aktuell zu den gehyptesten der Indie-Bubble gehört. Und genau das spürt man. Es gab kaum Interaktion mit dem Publikum, stattdessen lag etwas leicht Überhebliches in der Luft, so ein distanziertes „wir machen hier unser Ding“. Mich hat das doch mehr gestört, als ich erwartet hätte. Da wäre von Band Seite definitiv mehr drin gewesen.
Dafür umso spannender:
Die einzige Spur von „negativer“ Energie kam an diesem Abend eher von der Bühne als aus dem Publikum. Denn das ist zwar auffällig männerlastig, aber gleichzeitig überraschend entspannt – und äußerst textsicher. Anfangs hatte ich noch ein „okay, das könnte heute anstrengend werden“ im Kopf, aber dieser Gedanke verflog schnell. Die Energie war weich, fast zurückhaltend. Also zumindest bis zu dem Moment, in dem der erste Moshpit aufmachte haha Spätestens da war ich ziemlich froh über meinen Platz am Rand.
Und irgendwann stand ich einfach da und dachte mir: Okay, ich verstehe den Hype jetzt.
Nicht, weil es perfekt ist. Nicht, weil es mich sofort umarmt. Sondern gerade, weil es das nicht tut. Geese machen es einem nicht Leicht, aber genau dadurch bleibt es hängen. Es ist kein Konzert, bei dem du rausgehst und sagst: „war nett“. Es ist eher dieses Gefühl von: da ist gerade etwas passiert, das ich noch nicht ganz greifen kann, aber ich will mehr davon.
Ich glaube, genau das ist der Punkt:
Geese holen dich nicht sofort ab. Aber wenn sie dich doch bekommen, dann so richtig.
Support waren übrigens die fantastischen Westside Cowboy – absolute Band To Watch. Verpasst sie auf keinen Fall!
Copyright Fotos: Anke Schneider
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